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HINTERGRUND

In den nächsten Jahren werden die Wei­chen gestellt für die Gestaltung einer Kin­derbetreuungslandschaft, die den qualita­tiven Ansprüchen (Bildungsauftrag, Ver­einbarung Familie und Beruf) und quanti­tativen Vorgaben (Ausweitung des Betreu­ungsangebots für unter 3 jährige Kinder) genügen soll.

Diese Entwicklung wird sich vollziehen im Spannungsfeld von Kindeswohl, Eltern­bedarf und den gegebenen Finanzie­rungsmöglichkeiten.

Mit der Weiterentwicklung einer Betreu­ungslandschaft, die bedarfsgerecht unter­schiedliche  Angebote ermöglicht, können die Widersprüche in diesem Spannungsfeld minimiert und die Ergebnisse für alle Be­teiligten optimiert werden.

Eltern finden Betreuungsarrangements, die ihren zeitlichen und inhaltlichen Vor­stellungen entsprechen. Sie finden -auch wenn sie schwerpunktmäßig ihr Kind fami­liär betreuen- punktuelle Unterstützung in Erziehungsfragen und soziale Kontakte.

Im Rahmen der Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Einrichtungen können die individuellen Bedürfnisse kleiner Kinder  stärkere Berücksichti­gung finden.

Kommunen brauchen keine Betreuungs­stunden vorzuhalten, ohne auf einen ent­sprechenden Kommunen brauchen keine Betreuungs­stunden vorzuhalten, ohne auf einen entsprechenden ent­sprechenden Bedarf zu treffen und können damit die Angebote passgenau auf die jeweiligen Bedarfe zuschneiden.
Über zielgerichtete Angebote an Eltern, die bislang nur unzureichend von dem beste­henden Angebot erreicht werden, können Kindern aus sozial benachteiligten Familien gleichberechtigte Entwicklungschancen erschlossen werden.

 „Alternativen zum Krippenausbau denken“ ist ein Modellprojekt, das genau hier an­setzt: Es greift bereits vorhandene Ange­bote (Eltern-Kind-Gruppen, Familien­pflege, Familien-Zentren) auf und hilft, diese  zu einem gleichberechtigten Ange­bot der Kinder-betreuung weiterzuentwi­ckeln, die das vorhandene Regelangebot (Krippe, Kindergarten, Tagespflege) er­gänzen.

 

DIE PLANUNGSGRUPPEN

In einem gemeinsamen Diskussions- und Planungsprozess sollen bis Mitte 2010 diese neuen Angebote der Kinderbetreu­ung und der Familienbildung skizziert und die Rahmen-bedingungen für ihre Einbindung in das Regelangebot defi­niert werden. Dieser Diskussionsprozess wird in Planungsgruppen umgesetzt. Diese werden besetzt mit

Aufgabe der Planungsgruppen ist es, vor dem Hintergrund einer Bedarfsanalyse (Elternbefragung, Auswertung der vorhan­denen Angebote) die Rahmenbedingungen und pädagogischen Vorausset­zungen eines niedrigschwelligen Betreu­ungsangebots für nicht berufstätige Eltern mit Kindern unter 3 Jahren zu bestimmen.

Diese Angebote können angesiedelt sein bei Kindertagesstätten oder Familien- bzw. Eltern-Kind-Zentren, die ihr Betreuungs­angebot ausbauen möchten. Auch unter­schiedliche Familieninteressen und Be­darfslagen sollten Berücksichtigung finden. Die zu entwickelnden Angebote richten sich sowohl an bildungs-interessierte El­tern als auch an sozial benachteiligte Fa­milien.

 

THEMEN IM PLANUNGSPROZESS

  1. Stundenumfang der Angebote
  2. räumliche Voraussetzungen
  3. Rolle der Eltern
  4. Kooperationen mit Krippe und Ta­gespflege und anderen sozialen Diensten im Sozialraum
  5. Einsatz von Laienhelfern
  6. Angebote der Familienbildung und Familienunterstützung
  7. Personaleinsatz und Finanzierung

Für die Arbeit in den Planungsgruppen stehen den Einrichtungen Honorar- und Sachmittel zur Verfügung.

Im Anschluss an die Sommerferien 2010 sollen die erarbeiteten Modelle in konkre­ten Betreuungsangeboten erprobt werden. Hierfür werden entsprechende Mittel bei öffentlichen und privaten Institutionen beantragt.

 

Arbeitsaufwand

Der Arbeitsaufwand am Planungsprozess beträgt bis Mitte 2010 durchschnittlich 3 Stunden im Monat. Die Sitzungen der Pla­nungsgruppen finden im Abstand von 6 – 8 Wochen statt.

 

Gesamtkoordination:
Karin Lücker-Aleman

Koordination Brandenburg:
Martin Cramer

Koordination Mecklenburg Vorpommern:
Rita Claussen